Massageöle und ihr Zauber

Vielleicht bist du auch schon einmal vor dem umfangreichen Angebot an verschiedenen Ölen im Geschäft deiner Wahl gestanden - ohne dich recht für eines entscheiden zu können. Beim Kauf solltest du vor allem darauf achten, welche Wirkstoffe ein Massageöl enthält. Überleg dir vorab, womit du dich pflegen und verwöhnen möchtest. Mit dem richtigen Massageöl und den darin enthaltenenen oder von dir selber anschliessend beigefügten ätherischen Ölen beeiflusst du deine Gesundheit, dein Wohlbefinden sowohl sinnlich als auch physisch.


Massageöle und ätherische Duftstoffe können Körper und Geist auf eine ganz natürliche Weise stärken. Sie entspannen und erheitern, fördern Konzentration oder einen guten Schlaf. Mit naturreinen ätherischen Ölen können ganz gezielt individuelle Bedürfnisse angesteuert und persönliche Duftvorlieben bedient werden.

Meine Tipps und Infos über Basis- und ätherische Öle sollen dir dabei helfen, in Zukunft die für dich passende Wahl leichter zu treffen.





Wichtig


Ätherische Öle und 100%ige Aromamischungen aus ätherischen Ölen dürfen nicht unverdünnt auf die Haut - das könnte zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen. Für Hautanwendungen verwendest du deshalb hochwertige am besten Bio-Pflanzenöle als hautfreundliche und sanfte Träger und gibst die ätherischen Öle dazu.



Basisöle für Mischungen mit ätherischen Ölen


Fette Öle werden durch Pressung aus einem Teil der Pflanze gewonnen, beispielsweise aus Keimen, Frucht oder Samen. Zu diesen Ölen gehören unter anderem Weizenkeimöl, süsses Mandelöl oder Sesamöl. Diese wertvollen Basisöle stellen die Grundlage für wirksame Mischungen mit ätherischen Ölen dar. Beachte, dass sie kalt gepresst und ungeröstet sind. Geröstete Öle sind nur für die Küche . Der Grund: Rösten intensiviert nicht nur den Geschmack, sondern auch den Geruch, was bei einer Massage Kopfschmerzen verursachen kann.


Neigst du zu trockener Haut, empfehle ich dir Avocado-, Kokosnuss- oder Sesamöl. Ist deine Haut eher fettig sind leichtere Öle, die schnell einziehen besser. Bewährt hat sich zum Beispiel süsses Mandelöl.


Ätherische Öle


Wohlriechende ätherische Öle eignen sich hervorragend als Zusatz - und schon wird die Massage zur kleinen "Aromatherapie". Die duftenden Zusätze entfalten ihre Wirkung nicht nur beim Eindringen in die Haut, sondern auch über den Geruchsinn. Neigst du jedoch zu Allergien, solltest du vorsichtshalber auf die Zugabe von ätherischen Ölen verzichten.


Faustregel für alle Mischungen: auf 30 ml Basisöl gibst du 3 Tropfen ätherisches Öl.

Bergamotte: wirkt stimmungsaufhellend, hilft bei Unruhe, körperlichem und mentalem Stress, fördert die Konzentration und beruhigt bei Angstzuständen.


Jasmin: ist sehr sinnlich, wirkt als emotionaler Türöffner und hilft bei Stimmungstief.


Lavendel: nebst der beruhigenden, entspannenden und schlaffördernden Wirkung hilft Lavendel bei Juckreiz und Stimmungsschwankungen.


Lemon: hilft bei mentaler Erschöpfung, bei Mangel an Freude und Energie, bei Lernschwierigkeiten und Schuldgefühlen, fördert die Konzentration und geistige Klarheit.


Lemongras: ist lymphsystemanregend, gefässstärkend und beruhigt das Nervensystem, es ist energetisierend und hilft bei Erschöpfung.


Melisse: wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend, ist nervenstärkend und hilft bei nervösen Anspannungen.


Melisse für gute Laune: bei Stimmungsschwankungen, Unruhe und Nervosität ist Melisse ein wunderbarer Gefährte. Um für jede Situation gut gerüstet zu sein, füll dir ein kleines Fläschchen mit Melissenhydrolat ab. Am besten mit Sprühaufsatz. Sprüh dir das Aromawasser bei Bedarf ins Gesicht oder verreibe ein paar Tropfen davon auf den Schläfen. Atme tief den Duft ein und stell dir vor, du wärst mitten in einer grossen Blumenwiese.

Neroli: wirkt gegen negative Emotionen, stärkt bei schwachem Kreislauf und hilft bei Kopfschmerzen sowie Stress.


Patchouli: hilft bei Anspannung im Körper, bei "nicht Verbundensein mit dem eigenen Körper" und bei Ängstlichkeit.


Rose: ist harmonisierend, beruhigend, stimmungsaufhellend, sinnlich, wirkt vorbeugend gegen Falten und fördert emotionales Gleichgewicht.


Rosmarin: hilft bei Erkältung, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Migräne, steigert die Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit.


Sandelholz: wirkt harmonisierend, ist gut bei trockener Haut und bei Erschöpfung stärkend.


Vetiver: beruhigt bei extremer Nervosität durch seine erdende Wirkung, stärkt und hilft bei Mutlosigkeit und Zerstreuung.


Weihrauch: ist hautstraffend und sorgt für einen klaren Kopf.


Ylang-Ylang: hilft bei Gefühlen der Lust- und Freudlosigkeit, bei Sorgen, Kummer, Ängsten und Traurigkeit.




Öle für jeden Tag


Mit der Wahl des richtigen Öls kannst du auch ohne Beimischung ätherischer Öle dir etwas Gutes tun. Tag für Tag.


Achte bei der Auswahl auf naturbelassene Öle. Die Bio-Produkte sind dunkler gefärbt und haben einen intensiveren Geruch. So hat ungebleichte Kakaobutter beispielsweise noch einen natürlichen Kakaoduft - im Gegensatz zu vielen Kosmetikprodukten, deren Duft synthetisch manipuliert wurde.

Arganöl: stärkt das Bindegewebe und ist reich an Vitamin E.


Avocadoöl: ist sehr nährend, pflegt bei trockener Haut, hat einen hohen Gehalt an Vitamin A und ist mineralstoffreich.


Hanföl: hilft bei irritierter, trockener Haut, bei Hautkrankheiten und Allergien.


Jojobaöl: gut bei irritierter sowie trockener Haut, ist besonders hautfreundlich und reich an Vitamin E.


Kakaobutter: hilft gegen Falten, Schwangerschaftsstreifen und Narben.


Kokosnussöl: wirkt kühlend und feuchtigkeitsspendend.


Mandelöl: sehr nährend und indeales Babypflegeöl, auch zieht es leicht ein.


Olivenöl: ist tiefenreinigend und hautpflegend, war ein Schönheitsmittel in der Antike.


Ringelblumenöl: sehr pflegend und entzündungshemmend, sehr geeignet für die Babypflege.


Schwarzkümmelöl: zu empfehlen bei Hauterkrankungen und Allergien, hat eine hohe Konzentration an ungesättigten Fettsäuren und eignet sich für alle Hauttypen.


Bereits die alten Ägypter wussten um die stimmungsaufhellende, tief reinigende und vitalisierende Wirkung des Schwarzkümmelöls. Das wohlriechende Öl eignet sich nicht nur für Massagen, sondern auch für die innere Anwendung.

Sesamöl: ist erwärmend und entschlackend, ein ideales Massageöl.


Sheabutter: sehr feuchtigkeitsspendend, nährend und stärkend, mineral- und vitaminstoffreich, ein Hautschmeichler.


Traubenkernöl: stärkt das Bindegewebe und ist feuchtigkeitsspendend, reich an Vitaminen.


Rosenöl: harmonisierend und fördert die Hautelastizität.



Ich bin immer wieder beeindruckt, wie die Öle sowohl auf unseren Körper wie auch auf unser geistig und emotionales Befinden wirken. Gleichsam faszinierend finde ich, dass die Vielfalt an wertvollen Pflanzenrohstoffen ein beinahe unerschöpfliches Wirkspekturm ermöglichen.